Spuren des Alltags
Im Foyer des Hauses der Begegnung werden etwa im halbjährlichen Rhythmus
Arbeiten regionaler Künstlerinnen und Künstler präsentiert. Die Auswahl trifft das
Kunstgremium der Städtischen Galerie. Seit Montag, 12. Januar, sind dort
unmittelbar am Eingang zur Städtischen Galerie drei Drucke von Hans Dollinger
aus der Serie 44 „Grazien 1 / 3 / 5“ zu sehen.
Hans Dollinger lässt sich von der Welt der alltäglichen Dinge inspirieren.
Materialien wie Holz- und Metallplatten, Kartonagen oder Vliese dienen ihm als
Druckstöcke und entwickeln in seinen Bildserien eine eigenständige Bildsprache.
Die im Foyer präsentierten Drucke entstanden mithilfe eines im Hopfengarten
gefundenen Drahtwickels, der mit einer ausgedienten Ballenpresse, einer
sogenannten Hopfensackpresse, gedruckt wurde. Für Dollinger liegt gerade darin
der besondere Reiz: dem scheinbar Alltäglichen durch das Druckverfahren neue
Ausdrucksmöglichkeiten zu entlocken.
Hans Dollinger studierte Kunsterziehung an der Universität Eichstätt sowie an der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine keramische Ausbildung
absolvierte er an der Fachschule für Keramik in Landshut und legte dort 1979 die
Meisterprüfung ab. Seit 1980 betreibt er eine eigene Werkstatt. Sein
künstlerisches Werk umfasst Keramik, Großplastiken, Kunst am Bau, Objekte und
Druckgrafik. Einen besonderen Stellenwert nehmen neben der Keramik
experimentelle Druckverfahren ein, insbesondere Arbeiten mit der
Hopfensackpresse.
Die Bilder sind noch bis 30. Juni im Foyer des Hauses der Begegnung zu sehen.
Weitere Informationen zu Dollingers Kunst gibt es unter hans-dollinger.de.
Foto: Hans Dollinger zeigt im Foyer vor der Städtischen Galerie was mit einer
experimentellen Drucktechnik aus Alltagsgegenständen entstehen kann. (© Anja
Lederer, Stadtverwaltung)
Quelle: Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm
