
Geschafft! FSV Pfaffenhofen bucht die Bayernliga-Relegation – dort wartet der FC Coburg
Der FSV Pfaffenhofen hat sein Etappenziel erreicht. Mit einem souveränen 3:0-Auswärtssieg bei Underdog TSV Hollenbach haben sich die Pfaffenhofener den zweiten Platz in der Landesliga Südwest und damit die Bayernliga-Relegation gesichert. Unabhängig davon, ob am Ende der Aufstieg gelingt, ist es für den FSV bereits jetzt die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte.
Da mit Rain und Illertissen II zwei der drei direkten Konkurrenten um Platz zwei ebenfalls einen Sieg holten, durfte sich der FSV in Hollenbach keinen Ausrutscher erlauben. „Es war ein schweres Spiel gegen einen unangenehmen Gegner, der gut verteidigt hat“, meinte Trainer Ludwig Dietrich nach der Partie.
Geduldsspiel im ersten Durchgang
Wie im Vorfeld erwartet, präsentierte sich der bereits feststehende Absteiger aus Hollenbach kompakt. In der ersten Halbzeit tat sich der Favorit gegen die tiefstehenden Gastgeber schwer, während Hollenbach nach rund 20 Minuten durch Fabian Frieser eine gute Chance ungenutzt ließ. „Es war ein richtiges Geduldsspiel. Wir mussten auf unsere Momente warten“, analysierte Dietrich, der in der Kabine Ruhe anordnete. Ein großer Erfolgsfaktor: Die Pfaffenhofener Defensive, die über die gesamten 90 Minuten nahezu felsenfest stand.
61. Minute: Untersänger bricht den Bann
Der erlösende Führungstreffer fiel schließlich erst im zweiten Durchgang: Nach einer präzisen Flanke von Jonas Redl schraubte sich Maurice Untersänger hoch und köpfte gegen die Laufrichtung des Keepers zum 1:0 ein (61.). Hollenbach musste in der Folge mehr in die eigene Offensive investieren, wodurch sich den Gästen Räume boten.
In der Schlussphase machten die Pfaffenhofener dann den Deckel auf die Partie. Nach einem Foul an Paul Starzer im Strafraum erhöhte Michael Senger per Elfmeter mit seinem 16. Saisontor auf 2:0 (79.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Luka Brudtloff, der nach einem schnellen Angriff über rechts von Senger bedient wurde und zum 3:0-Endstand einschob (90.). „Man hat auch dieses Mal gesehen, dass wir uns auf jeden einzelnen Spieler verlassen können“, freute sich Dietrich. Auch der FSV-Vorsitzende Michael Wolf war bewegt: „Was für ein unglaubliches Saisonfinale. Vor dieser Spielzeit hatte uns kaum jemand auf der Rechnung. Umso größer ist der Respekt vor dem, was diese Mannschaft geleistet hat.“
Die Voraussetzungen waren für das Trainer-Duo Dietrich/Zanker nicht leicht, wie Dietrich betont: „Im Sommer hatten wir einen riesigen Umbruch, den wir aber hervorragend gemeistert haben. Dafür sind wir unfassbar stolz auf die Mannschaft.“ Wolf schlug in die gleiche Kerbe: „Die Jungs haben sich diesen Erfolg mit harter Arbeit, Leidenschaft und Teamgeist komplett verdient. Ein riesiger Dank gilt auch dem gesamten Trainerteam. Dieser Erfolg ist der größte in der Vereinsgeschichte und das hätte uns vor ein paar Monaten keiner zugetraut.“
Nun wartet der Vorletzte der Bayernliga Nord
Wie die Auslosung am Samstagabend ergab, bekommt es der FSV nun in der Bayernliga-Relegation mit dem FC Coburg zutun, der in der Bayernliga Nord mit 30 Punkten aus 32 Spielen den 16. Platz erreichte. Bereits am kommenden Donnerstag (18.30 Uhr) steht für die Pfaffenhofener das Hinspiel im heimischen Stadion an, am Pfingstmontag (16 Uhr) folgt das Rückspiel in Coburg. Dietrich betont, dass der FSV völlig ohne Druck in die Partien gehen kann: „Heute in Hollenbach hatten wir etwas zu verlieren, in der Relegation haben wir nur noch was zu gewinnen. Wir freuen uns riesig auf zwei geile Highlights.“
FSV Pfaffenhofen: Köhler – Berger, Kuchlbauer, Zanker, Cipolla, Heigl, Redl, Senger, Starzer, Liebler, Untersänger (Riebold, Zrieschling, Brudtloff, Maysami).
Tore: 0:1 Untersänger (61.), 0:2 Senger (Elfmeter, 79.), 3:0 Brudtloff (90.) – Schiedsrichter: Grunert (Sportgemeinschaft Mallersdorf-Graftraubach). – Zuschauer: 100.
Quelle: Dennis Wang – Donaukurier
